Ausbau unserer Absetzkabine

 

 

Wie einige von Euch wissen, haben wir unser großes Schätzchen verkauft und uns

ein kleineres Schätzelchen zugelegt.

 

Solch eine Kabine hatten wir schon vor längerer Zeit ins Auge gefasst, da wir den

enormen Platz und den Luxus der alten amerikanischen Kabine nicht mehr wollten.

 

Hier nochmal zur Ansicht unsere alte Kabine:

 

 

 

Wir haben nach langem Suchen eine Kabine im Schwäbischen gefunden, die uns

bis auf die Innenausstattung sehr gefällt. Gesagt, getan, gekauft.

 

Hier die Original-Innenausstattung des Vorbesitzers:

 

 

Hier mal eine Aussenansicht der neuen, kleinen Klappkabine:

 

Sie stand noch auf Paletten, weil unser Untergestell noch nicht fertig war.

 

 

 

Naja, an die Farbgebung innen konnten wir uns nicht gewöhnen und auch das Holz

wollten wir nicht übernehmen. Die Polsterung sollte auch anders werden.

 

Als erstes flog alles raus. Wir montierten alles einzeln und vorsichtig aus, denn diese

Ausstattung sollte ja als Muster für die neuen Möbel dienen.

 

Wir haben das Glück, einen Schreinermeister in der Familie zu haben, der diese

Aufgabe aufs Auge gedrückt bekam.

 

So, alles war nun ausgebaut und sah so aus:

 

 

Nachdem wir alles innen ausgewaschen und gesäubert hatten, konnten wir uns auch

einen Überblick verschaffen über die Beschaffenheit des GFK-Laminats. Es sah alles

noch sehr gut aus und die wichtigen Leitungen, wie Wasserschlauch für Frischwas-

serpumpe und Elektroleitungen waren auch verlegt und noch in Ordnung.

 

 

So, unser Schreinermeister ist auch fertig mit den Teilen und wir können mit dem Einbau beginnen.

 

Als erstes haben wir einen PVC-Belag zwischen die Schränke als Flur eingeklebt.

 

Hier die rechte Seite – Grundgerüst für Schrank mit Spühlbecken :

 

Und nochmal von oben:                            Zwischenboden schon eingezogen:

 

 

 

Übrigens:

Wir haben als Möbelwerkstoff beschichtetes Pappelsperrholz verwendet. Ist sehr

robust und leicht.

Farbton : RAL 7035 mit grauen Umleimern und schwarzen PVC-Kantenschutz

 

Arbeitsplatte anthrazitschwarz gesprenkelt. Sie ist wie in normaler Küche, doch nur

1,6 cm dick.

Das Waschbecken ist ein zweckentfremdeter Gastro-Behälter in dem normaler-

weise Soßen warmgehalten werden. Maße: 30 cm lang, 15 cm breit und 15 cm

hoch. Es ist kein Abfluß dran, doch das wollten wir so. Ist nur Notbehelf.

Das Waschbecken ist nicht eingeklebt, nur passgenau und rüttelfest eingelegt.

kann bei Bedarf auch für die Aussenanwendung herausgenommen werden.

 

So, nun ist die linke Seite dran.

Grundgerüst steht schon.

Hier sollen Schränke die ganze Front zieren und obenauf ein Spirituskocher in die

Arbeitsplatte eingelegt werden.

 

Auch wird ganz unten der Platz für die Zusatzbatterie und die Solar-Einspeisung

sein. Wir haben uns für Solar entschieden, denn wir finden das ist eine gute alternative

Energiequelle.

 

2 Sonnenkollektoren werden auf dem Dach montiert

 

 

 

 

 

 

Die Zwischenwände haben wir von der alten Ausstattung genommen. Sie werden noch farbig passend lackiert.

 

 

Die Aussparung in der Arbeitsplatte ist für einen Spirituskocher geplant.

 

So, wir machen mit dem hinteren Teil der Kabine weiter. Hier soll die Eckgruppe obenauf entstehen und drunter noch Stauräume.

 

Das Durchgangsfenster wird dann verdeckt, da es sowieso nicht benötigt wird.

 

 

So sieht das Ganze schon mal vom Eingang her aus:

 

     Und hier die linke Seite

 

So, die Solaranlage wurde auch aufs dach montiert und die 88-Ampere-Gelbatterie

unten links angebracht.

 

Wir haben jetzt 12V und 220 V  an Bord. Somit können wir nach Bedarf wechseln.

Eine 220 V Aussen-Eingangssteckdose hatte die Kabine schon.

 

                   

 

 

Nun sind die Türen und Klappen für die Schränke anmontiert und alles nimmt so allmählich Gestalt an.

 

 

 

Massive Schlösser und Scharniere aus dem Schreiner-Repertoir machen die

ganze Sache eine Note besser. (Allerdings auch etwas teurer).

 

Zwischenböden wurden auch noch eingelegt.

 

Und auch die rechte Seite ist fertig mit Klappen versehen.

Das unterste Loch ist nicht vergessen worden, da kommt keine Klappe hin, weil da unser

12V Kompressokühlschrank mit 31 Liter Inhalt reinkommt. Passt genau hinein und

wird auf ein Brett mit kleinen Rollen gestellt, damit man ihn besser rausrollen kann,

denn der hat immerhin 17 KG (!)

 

 

 

Unser toller Nachbar Horst hat uns die Bezüge für die Sitze genäht . Wir haben uns für einen tollen, robusten, grünen

Gardinenstoff entschieden der gut mit dem Grau harmoniert.

 

 

 

Die Polster sind reingebaut und auch unsere Klappen sind jetzt an allen Schränken.

 

Unser stilles Örtchen für Notfälle ist auch schon drin.

Wir dachten erst, die Toilette ist etwas breiter und wir könnten keine Klappe dran

machen, doch sie passt wie angegossen und eine Klappe ist auch schon in

Auftrag gegeben.

 

 

 

 

Ein passender grüner Teppich unter dem eine 12V Heizmatte liegt, die bei Bedarf

wie eine Fußbodenheizung funktioniert, rundet den harmonischen Gesamteindruck

ab, wie wir finden.

Ist allerdings nur gedacht bei niedrigeren Temperaturen im Frühjahr oder Herbst.

 

 

Kleine Zusatz-Utensilien wurden auch schon angebracht, so wie dieses Gewürzbord.

 

 

 

Die farblich passende Bettwäsche fand auch schon ihren Platz

 

Der Countdown für den Endspurt beginnt ……

 

 

Die Kompressor-Kühlbox hat auch seinen Platz gefunden.

 

Da wir Teppich zum behaglicheren Wohnen verlegt haben, montierten wir an der

Kühlbox direkt 4 Transportrollen am Boden

 

 

Den Spiritus-Kocher haben wir auch in die Arbeitsplatte eingelassen.

 

Er ist extra nicht fest montiert, dass man ihn auch im Sommer nach draussen

nehmen kann, ohne große Abklemmarbeiten oder sonst was.

 

                                                                                                 

 

Beim Fahren wird er allerdings noch angeschnallt, damit  er uns nicht abhaut.

 

 

 

 

 

Der Tisch ist montiert.

 

Es ist ein Schwenktisch, den man beim raus- und reingehen (-sitzen) wegschieben kann.

 

Einfach, aber gut durchdacht, wie alles an dieser Kabine, finden wir.

 

Die Klappe am Toilettenfach ist montiert :

 

 

Für den Eingang haben wir uns auch etwas einfallen lassen. Da ich (Cordula) nicht sehr groß gewachsen

bin und dadurch einige Schwierigkeiten mit dem Einstieg ohne Leiter habe, haben wir uns eine

3-stufige Metall-Ausziehleiter gekauft und die Befestigung an die unterste Kabinen-Klappe geschraut.

 

Diese Ausziehleiter ist wirklich eine super Erfindung und findet in der kleinsten Kabine ihren Platz.

 

                

 

 

 

 

Einen ersten Test mit der Kabine haben wir schon absolviert :  4 Wochen Griechenland.

 

Testergebnis : einige kleine Veränderungen müssen wir noch machen und die TV-Satelitenanlage

wird rausgebaut, da wir sie wirklich nicht benötigen.

 

Eine feste Markise werden wir uns evtl. kaufen. Denn das ständige rein- und rausräumen des Sonnen/Wettersegels,

das zusammenstecken der Stäbe und das rumfummeln der Schnüre nervte Michael täglich aufs Neue.

 

Ansonsten muß nichts geändert werden, unser Schätzchen ist perfekt.

 

Nachtrag :

Wir haben ein Original-Untergestell für die Explorer-Kabine ergattern können.

Dieses Untergestell ist äußerst massiv und hat sogar Transporträder, damit man die darauf abgestellten

Kabine z.B. in einer Garage oder Werkstatt bewegen kann.

 

  

 

Die Bilder sind von dem Verkäufer, bei dem wir das Gestell gekauft haben.

 

 

Gruß

Cordula und Michael